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  • 2016 fand die Ausstellung:
    "FreiheitsRäume - Julius Klingebiel und seine Künstlerkollegen"

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    Julius Klingebiel, geb. 1904 in Hannover wurde 1939 als schizophren diagnostiziert und dort zunächst in die Nervenklinik eingewiesen. Nach seiner Zwangssterilisierung in der damaligen Provinzial- Heil- und Pflegeanstalt Wunstorf 1940 wurde Klingebiel für die T4-Tötungsaktion der NSPsychiatrie gemeldet und als "ungeheilt" im gefängnisartigen Landesverwahrhaus Göttingen untergebracht. Er blieb von einer Deportation in eine Tötungsanstalt verschont, war aber bis zu seinem Tod 1965 ohne gerichtliche Genehmigung eingesperrt. Während seiner Zeit in Göttingen malte Julius Klingebiel seine Zelle aus.

    In der Stadtkirche wurde ein originalgetreues Modell der Zelle ausgestellt. Gleichzeitig wurden Werke von zeitgenössischen und heutigen Künstlern gezeigt. In einem Begleitprogramm wurden Fragen zum Umgang mit psychisch kranken Menschen früher und heute in Vorträgen und Diskussionen erörtert.


    Die Ausstellung fand ein großes Echo

    Als Nachlese zur Veranstaltung können Sie den Katalog und die folgenden Beiträge herunterladen.

    Vortrag: Wunstorf und die Anstalt - Klaus Fesche, Archivar der Stadt Wunstorf
    Vortrag: Zur Geschichte der Diakonie in der NS-Zeit - Hans Otte

    Vortrag Stadtkirche: Andreas Spengler
    Freiheits Räume Ausstellungskatalog

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